WinnerCam - Brabant Brand Box

WinnerCam: Videofeedback für jeden Sportler

Mit der Videofeedback-App WinnerCam haben alle Sportler die Möglichkeit, Videoanalysen durchzuführen.

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Der Spitzensport strotzt nur so vor technischen Gadgets, um die Leistungen von Sportlern zu analysieren und zu verbessern. Die Bewegungswissenschaftler Sander Schreven und Roald van der Vliet kennen sich damit durch und durch aus. Beim Innosportlab De Tongelreep in Eindhoven arbeiten sie selbst seit Jahren an und mit einer Vielzahl von innovativen Techniken, um Spitzenschwimmer noch besser zu machen. Aber warum macht sich jemand wie Ranomi Kromowidjojo dies zunutze und nicht das Kind, das es in sich haben könnte, die neue Ranomi zu werden, fragten sich Schreven und Van der Vliet. Es ist nicht ihre Sache, nur die Frage zu stellen und nicht auch nach einer Antwort zu suchen. Van der Vliet: „Wir wollen nicht nur das Training verbessern – wir sind auch Unternehmer, die Chancen sehen und ergreifen.“

Sander Schreven und Roald van der Vliet, WinnerCam - Brabant Brand Box
Foto: Bart van Overbeeke

Videoanalyse im Breitensport kaum genutzt

Eine Chance bietet da die Videoanalyse. Roald van der Vliet, einst selbst ein hervorragender Schwimmer, arbeitete viele Jahre lang als Schwimmtrainer und Coach. Während der Olympischen Sommerspiele 2012 gehörte er auf Einladung von Top-Trainer Jacco Verhaeren sogar zum Trainerstab des niederländischen Schwimmteams. Er weiß daher besser als kaum ein anderer, wie wichtig es für Schwimmer sein kann, sich selbst auf dem Bildschirm zu sehen. „Schwimmen ist ein technischer Sport“, erklärt er. „Genau wie Turnen, Tennis oder Golf. Wenn deine Technik nicht gut ist, wirst du nie der Beste werden.“ Trotzdem wird die Videoanalyse im Freizeitsport kaum eingesetzt, obwohl es mittlerweile viele Systeme für diesen Zweck gibt. Zusammen mit Sander Schreven untersuchte er, woran das liegt. Eine erste Erkenntnis: Es ist zu teuer. Und die zweite: Es ist viel zu viel Arbeit. Van der Vliet: „Wenn man Trainer einer Gruppe von zwanzig oder dreißig Kindern ist, ist es nicht möglich, alle zu filmen, jede Aufnahme mit dem richtigen Kind zu verknüpfen und dann – am besten mit Kommentar – dem Kind zu zeigen.“

Video sofort in der persönlichen Cloud verfügbar

Die beiden beschließen, etwas zu entwickeln, das erschwinglich und einfach zu benutzen ist und womit der Trainer wenig Arbeit hat. Es entsteht die Videofeedback-App WinnerCam. Man braucht nur sein Smartphone und ein persönliches WinnerCam-Armband. Der Sportler hält sein Armband vor das Handy. Dann wird die Aufnahme gestartet und gleich danach ist das Video in der persönlichen Cloud verfügbar: im Account des Sportlers und in dem des Trainers. Letzterer kann falls gewünscht Linien einzeichnen, Winkel messen und Audiokommentar hinzufügen. Der Entwicklungsprozess nimmt zwei Jahre in Anspruch. Die größte Herausforderung: mit einem begrenzten Budget so viel Nutzen wie möglich zu liefern. „Man kann endlos entwickeln und entwickeln“, sagt Schreven, der von beiden die größte Affinität zur Technik hat. „Wir hören öfter: Warum gibt es noch nicht diese oder jene Funktion? Warum haben wir die noch nicht? Aber wenn die App zu teuer wird, werden die Leute sie nicht anschaffen. Also mussten wir Entscheidungen treffen: Wofür ist es da? Was muss unbedingt drin sein? Weil wir aus der Welt des Sports kommen, haben wir davon eine gute Vorstellung. Unsere Strategie: Etwas anbieten, das Trainer gerne benutzen wollen, und mit dem Geld, das wir verdienen, die nächsten Schritte gehen.“

WinnerCam - Brabant Brand Box
Foto: Bart van Overbeeke

Vorausdenken

Ihre unternehmerische Erfahrung sorgt dafür, dass sie während des Entwicklungsprozesses ständig die Marktfähigkeit ihres Produktes im Auge behalten. Deshalb darf auch das Armband – das der Sportler selbst anschaffen muss – nicht zu teuer werden. Es sind diese scheinbar einfachen Dinge, die viel Zeit in Anspruch nehmen. Sander Schreven: „Es ging nicht gleich alles von Anfang an gut.“ Für die Softwareentwicklung wird ein Programmierer ins Boot geholt. Aber die zugrundeliegende Plattform entwickelt Schreven selbst, und auch dabei denken die Männer voraus. „Wir wollen dies international verkaufen“, sagt Van der Vliet, „und haben deshalb auch gleich die internationale Rechnungsstellung eingerichtet. Wenn man online bezahlt, wird automatisch eine Rechnung mit dem in seinem Land geltenden Mehrwertsteuersatz erstellt. Das System stellt auch sicher, dass wir für 40 Länder immer genau wissen, wann wir wo wie viel Mehrwertsteuer zahlen müssen.“

Anfang 2019 betreten Schreven und Van der Vliet mit ihrer WinnerCam den Markt. Sie richten sich zunächst auf den Schwimmsport. Denn darin sind sie bekannt und sie haben ein großes Netzwerk. Der ehemalige niederländische Meister und Rekordhalter in 50 Meter
Rücken, Bastiaan Lijesen, wird für die Promotion des Produkts gewonnen. Nach dem Schwimmen folgen Turnen und Tennis.

Roald van der Vliet und Sander Schreven, WinnerCam - Brabant Brand Box
Foto: Bart van Overbeeke

Für jeden Sportler die richtigen Trainingsbedingungen

„Ein gutes Produkt für den Sport zu entwickeln, war eigentlich gar nicht so schwierig für uns“, sagt Van der Vliet rückblickend. „Was enorm geholfen hat, war, dass wir im (von Roald van der Vliet gegründeten/Anm. d. Red.) Innosportlab viele kluge Leute um uns herum haben. Sport, Wirtschaft und Wissenschaft arbeiten hier zusammen, um Gewinn zu erzeugen: Medaillengewinn, aber auch Wissens- und wirtschaftlichen Gewinn.“

Schwierig ist vor allem der Markt, meint er. „Die Bedeutung von Videofeedback ist bei weitem noch nicht in den Köpfen aller Trainer im Freizeitsport verankert. Einer der Gründe dafür ist, dass es in den Niederlanden vor allem um den sozialen Nutzen des Sports geht. Es geht um Mitmachen, um Bewegen. Das ist natürlich wichtig, aber viele wollen auch so gut wie möglich werden – sich auszeichnen. Sonst würden sie nicht zu einem Trainer gehen. Wir müssen deshalb noch einiges an Missionsarbeit leisten. Unsere Mission lautet: Für jeden Sportler die richtigen Trainingsbedingungen schaffen. Und dazu gehört auch Videofeedback.“ Die zugänglichste Art damit anzufangen? WinnerCam natürlich!

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