Sport verbrüdert, fördert technische Innovation, ist gesund – und nicht zuletzt auch gut für die Kasse von Brabant. Die Mission von BrabantSport ist es, Brabant durch Sport zu stärken. Geschäftsführer Michel Reinders: „Das macht die Menschen gesünder und zeigt zudem, dass wir innovativ sind.“

Innovativer Auftritt

Der Platz „De Parade“ als Freiluftstadion, die St.-Johannes-Kathedrale als Kulisse für die Künste von Bogenschützen aus mehr als 80 Ländern. 2019 war Den Bosch zwei Wochen lang Austragungsort der Bogensport-(Para)WM, das größte Sportereignis in den Niederlanden in diesem Jahr. Zum ersten Mal wurden die reguläre WM und die Para-WM in einer Veranstaltung zusammengefasst. 

Das Ergebnis: glückliche Sportler, begeistertes Publikum und internationale Atmosphäre. In der Stadt wimmelte es von Menschen in Sporttrikots aus Malaysia, Ecuador und anderen weit entfernten Ländern. In den Niederlanden ist Bogenschießen kein bedeutender Sport, aber in Südkorea wurde das Finale live im Fernsehen übertragen. Auch das Gastgewerbe war zufrieden: Die Weltmeisterschaft brachte der Region 22.000 zusätzliche Hotelübernachtungen ein.

Sport mit einem „Bossche Bol“

Neben den Wettkämpfen gab es ein umfangreiches Programm voller Sport, Musik und Unterhaltung für alle Interessierten. 7000 Kinder machten auf spielerische Art Bekanntschaft mit dem Bogenschießen. Diese Veranstaltungen wurden für Kinder aus weniger wohlhabenden Familien organisiert. Einsame ältere Menschen wurden zum „Bow-Bingo“ eingeladen, einer Kombination aus Bingo mit Bogenschießen, Musik und einem „Bossche Bol“ – der lokalen süßen Leckerei.

Michel Reinders BrabantSport
Foto: Studio Robert Sanders

„Sich Sport anzusehen macht nicht nur Spaß, sondern es regt die Menschen auch dazu an, selbst Sport zu treiben“

Sportliche Taten

Die Weltmeisterschaft war somit ein Symbol für alles, wofür BrabantSport steht: sportliche Taten, selbst in Bewegung kommen und gesellschaftliches Engagement. „Sich Sport anzusehen macht nicht nur Spaß, sondern es regt die Menschen auch dazu an, selbst Sport zu treiben“, sagt Michel Reinders. „Über Sport begegnen sich Menschen und lernen sich besser kennen. Mit einer Großveranstaltung wie den Weltmeisterschaften im Bogenschießen zieht man zudem an allen Fronten Aufmerksamkeit auf sich.“

Neben dem Nutzen für Gesundheit ist Sport einer der Treibstoffe, die den Brabanter Motor sozial und wirtschaftlich am Laufen halten. BrabantSport setzt sich daher seit 2017 für die Förderung des Sports in Brabant ein. Die Organisation tut dies mit Partnern aus Wirtschaft sowie Wissenseinrichtungen und anderen Behörden. Der Schwerpunkt liegt auf der Talentförderung und dem Spitzensport, technologischen Innovationen, Veranstaltungen und dem Thema „Uniek Sporten“, wozu Unterstützung von Sportlern mit einer Beeinträchtigung gehört.

Sportvereine im Überfluss

Wer sich sportlich betätigen will, findet meist ganz in seiner Nähe einen Sportverein. Brabant beherbergt 5500 Sportvereine – von Fußball über Hockey bis hin zum Bogenschießen. Auch Menschen mit einer Beeinträchtigung sollten in der Lage sein, sich einem Sportverein anzuschließen. BrabantSport bringt daher Angebot und Nachfrage zusammen und versucht, Barrieren für Sportler mit Behinderungen zu beseitigen. Die Organisation tut dies mit sogenannten Sport-Schaltern, an denen Menschen mit einer Beeinträchtigung zum Beispiel Sportgeräte und Sportrollstühle ausleihen können, um sie auszuprobieren.

Außerdem werden auch Beförderungsmöglichkeiten angeboten. „Wenn man in Best wohnt und eine Beeinträchtigung hat, kann man vielleicht nicht in seinem Wohnort Sport treiben, aber dafür zum Beispiel in Veldhoven. Mit unserem Transport ermöglichen wir das.“

„Mit einer Großveranstaltung wie den Weltmeisterschaften im Bogenschießen zieht man zudem an allen Fronten Aufmerksamkeit auf sich"

Gesegnet mit Spitzensportlern

Brabant ist reich gesegnet mit Spitzensportlern wie den Radsportlern Marianne Vos und Steven Kruijswijk und dem Darter Michael van Gerwen. Sie erzielen überdurchschnittliche Leistungen, auf die die Brabanter stolz sind. „Jemand aus Südholland fühlt sich nicht sehr schnell mit einem Sportler aus Südholland verbunden, aber in Brabant ist dieses Gefühl sehr lebendig“, sagt Reinders.

Neben den einheimischen Talenten gibt es auch Sportler, die extra nach Brabant kommen, um ihre Fähigkeiten hier weiter zu entwickeln. Ranomi Kromowidjojo zog im Alter von 16 Jahren von Groningen nach Eindhoven für ihr Training im Pieter-van-den-Hoogenband-Stadion, dem nationalen Spitzensportzentrum für den Schwimmsport.

Gute Einrichtungen sind hervorragend dazu geeignet, Spitzensportler zu unterstützen und sie an diese Region zu binden. BrabantSport vermittelt hierfür Trainer, sowie medizinische Einrichtungen und Krafttraining. Darüber hinaus können sportliche Talente eine angepasste (Aus)bildung in Anspruch nehmen, damit sie ihr volles Potenzial entfalten können.

Tongelreep Eindhoven
Foto: Merlin Daleman

Leistungszentren in Brabant

Die Anwesenheit dieser Sportgrößen ist für Brabant interessant, sagt Reinders. „Spitzentalente, die sich bei einem Verein nicht entwickeln konnten, mussten früher nach Papendal oder Amsterdam umziehen. Das ist schade. Wir holen gerade nationale Zentren nach Brabant, damit die Talente in der Region weiter ausgebildet werden können. Wenn man hier auch als Spitzensportler ganz nach oben kommen kann, macht das Brabant besonders attraktiv. Dies ist eine Provinz, die in die Zukunft blickt und Chancen bietet.“

Das scheint zu funktionieren, meint Reinders. Spitzensportler entwickeln sich oft als Botschafter für Brabant, was das Gefühl von Stolz und Zusammengehörigkeit stärkt. Dies gilt zum Beispiel für Pieter van den Hoogenband: geboren in Maastricht, aber doch als Eindhovener bekannt geworden. Andere große Sportnamen aus Brabant sind Irene Wüst, Anky van Grunsven und Leontien van Moorsel.

Marianne Vos Veldrijden
Foto: Anton Vos

Meisterschaften

BrabantSport engagiert sich auch für einmalige Sportveranstaltungen, größere nationale oder internationale Meisterschaften, wie z.B. olympische Qualifikationsturniere und die Spanienrundfahrt (Vuelta a España).

Hoogerheide hat sich die Cyclocross-WM 2023 gesichert. „Diese Meisterschaft stellt eine ziemliche Belastung für dieses Dorf dar, aber es gibt überhaupt keine Beschwerden über Lärm oder Erreichbarkeit. Der Sport wird vom ganzen Dorf und hunderten von ehrenamtlichen Helfern unterstützt.“

Was Reinders betrifft, sollte der Staat nicht nur in Straßen und Wohnungsbau investieren, um die Provinz attraktiv zu machen und zu erhalten, sondern auch in Sport und Kultur. Er ist der Meinung, dass das in Brabant noch besser geht. „Wir haben ein landesweit überragendes Schwimmzentrum, aber es ist unglaublich schwierig, dafür staatliche Gelder zu bekommen. Obwohl man mit relativ wenig Geld über Sport gute Ergebnisse für die Gesellschaft erzielen kann.“

Auch die Wirtschaft sollte sich dafür stark machen. „Investitionen in den Sport sollten immer öffentlich-private Partnerschaften sein, um eine breite Basis der Unterstützung zu schaffen. Wir suchen daher nach Veranstaltungen, die den Bedürfnissen der Wirtschaft entgegenkommen.“

Innovationen für mehr Bewegung

Eine weitere Partnerschaft besteht auf dem Gebiet der Technologie und Innovation, unter anderem mit der TU Eindhoven und der Fontys Sporthogeschool. Bei diesen Innovationen geht es oft darum, Menschen dazu zu animieren, sich mehr zu bewegen, zum Beispiel mit Sensoren in der Büroumgebung.

Reinders: „Das Schöne an der Sportwelt ist, dass man in ihr immer zahlreiche Versuchskaninchen findet, die gerne an den Tests teilnehmen. Es ist überhaupt kein Problem, Läufer und Radfahrer zu finden, um die neuesten technischen Gadgets zu testen. Entwicklungen aus der Welt des Sports gelangen später oft in anderen Bereichen, wie dem Gesundheitswesen, zur Anwendung.“

Blüte von „Urban-Sports“

Wie im Rest der Niederlande auch, nimmt in Brabant die Anzahl der Sportvereine ab. Gleichzeitig treffen sich immer mehr Menschen in Parks und auf Plätzen mit Skateboards, BMX-Fahrrädern und für andere Urban-Sports.

Mehrere Städte in Brabant haben intensiv in die Entwicklung ehemaliger Industriezonen investiert, wie z.B. Strijp-S in Eindhoven, die Tramkade in Den Bosch und die LocHal in Tilburg. Diese neuen Gebiete üben eine große Anziehungskraft auf Anhänger und Liebhaber von Breakdance, Straßenkunst und Urban-Sports aus. Diese Gruppe verdient daher laut Reinders größere Aufmerksamkeit.

Gemeinsam mit der Provinz, den Städten und anderen Partnern arbeitet BrabantSport an der weiteren Förderung von Urban-Sports. „Wenn die Immobilienpreise in einem sanierten Gebiet steigen, müssen diese Sportler sich dann häufig woanders hinbegeben. Aber gerade sie verleihen einem Gebiet Leben. Darum finde ich es toll, dass in Strijp-S der Indoor-Park Area 51 für Skater und BMXer erhalten bleiben kann, indem man einen Apartmentkomplex einfach darüber baut.“ Unter einem sportlichen Namen: „Haasje Over“. (was so viel heißt wie „Bockspringen“)

Spark
Foto: Spark

„Auffallend viele Champions in Urban-Sports kommen aus der Region.“

Halfpipe für Olympioniken

Die Zukunft des World Skate Centers in Den Bosch, der größten Indoor-Halfpipe Europas, ist nach wie vor ungewiss. Vorläufig ist dies eine vorübergehende Einrichtung in der ehemaligen Eisengießerei der Stadt.

Nichtsdestotrotz ist diese Halfpipe bei künftigen Olympioniken wie Keet Oldenbeuving sehr beliebt. Die junge Skateboarderin aus Utrecht wurde in Russland bereits Europameisterin und gewann Gold bei der niederländischen Meisterschaft im Skateboarding in Rotterdam. Die Bahn in Den Bosch mit ihren nachgebildeten Straßenhindernissen wie Geländern, Stufen und Bänken birgt für sie kaum noch Geheimnisse.

Reinders ist auf jeden Fall stolz darauf, dass die Sporthelden der Zukunft die Trainingsstätten in Brabant schätzen. „Auffallend viele Champions in Urban-Sports kommen aus der Region oder entwickeln hier ihre Talente. Auch dieser Sport liegt ganz in der DNA von Brabant. Das hilft uns in unserem Bestreben, die führende Sportprovinz der Niederlande zu werden.“

Sport in Brabant – Zahlen und Fakten

Gemäß den Zahlen aus dem Jahr 2018 sind 66 Prozent der Brabanter sportlich aktiv. 31 Prozent der Brabanter sind Mitglied in einem Sportverein. Damit liegt die Provinz Noord-Brabant (hinter der Provinz Drenthe) in den Niederlanden auf dem 2. Platz.

Kommunen in Brabant mit hoher Beteiligung an sportlichen Aktivitäten sind Hilvarenbeek, Eersel sowie die Gemeinde Nuenen, Gerwen en Nederwetten. In diesen Gemeinden trieben im Jahr 2016 62 Prozent der Gruppe über 19 Jahre mindestens einmal pro Woche Sport. Der landesweite Durchschnitt liegt bei 51 Prozent.

Das Pferdesport-Event „Indoor Brabant“ ist nach dem Dutch TT Assen und dem World Tennis Tournament Rotterdam die meistbesuchte, jährlich stattfindende, Sportveranstaltung in den Niederlanden.

Im Zeitraum 2016-2019 haben 50.000 Menschen mit einer Beeinträchtigung angefangen, Sport zu treiben – über die „Sport-Schalter“ in Brabant oder ihren Partnern. Das ergibt sich aus der Auswertung des „Sportagenda Brabant Beweegt“ (Brabant in Bewegung).

Einige der Events der letzten Jahre: die Frauenfußball-Weltmeisterschaft in Breda und Tilburg, die Champions Trophy in Breda, die Bogensport-Weltmeisterschaft in 's-Hertogenbosch und der Start der Vuelta 2020 in Breda, 's-Hertogenbosch und Utrecht.

Jedes Jahr besuchen 55.000 Brabanter einen Skatepark, etwa 2.500 Brabanter spielen 3x3-Basketball und 45.000 Menschen besuchen eine Veranstaltung auf dem Gebiet von Urban-Sports & Culture. Nach Schätzung gehen insgesamt 250.000 Brabanter einer Form von Urban-Sports nach.

In Brabant sind viele Sportgrößen zu Hause. Auf dieser Seite finden Sie Information zu 35 herausragenden Sportlern, die ein Band mit Brabant haben.

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