PAL-V, the first flying car - photo PAL-V.com

PAL-V: das Flugauto

Investieren in intelligente Mobilität der Zukunft. Ted den Ouden, Gesellschafter von PAL-V, dem ersten Flugauto der Welt, erzählt, wie man Geschichte schreibt. Die Inhalte der Brabant Brand Box dürfen kostenlos für positive Darstellungen von Brabant verwendet werden.

Wird das Flugauto aus Brabant Geschichte schreiben?

Er hat eine große Leidenschaft für Innovationen und kommt aus der Finanzwelt. Ein Zeitungsartikel war für Ted den Ouden Anlass für den Einstieg in ein Traumprojekt. „2003 zeigte mir meine Mutter einen Zeitungsartikel. Darin schrieb man über John Bakker aus Raamsdonksveer in Brabant. Der war gerade dabei, ein Unternehmen zur Entwicklung des ersten Flugautos der Welt zu gründen.“ Den Ouden, inzwischen Gesellschafter, erzählt seine Geschichte: über Träume und Investitionen, mit als Resultat dem Flugauto PAL-V, mit dem er Geschichte schreiben will.

„Als ich den Zeitungsartikel las, war ich sofort begeistert. Ich bin nun einmal sehr neugierig und liebe Innovationen. Und ja, ein Flugauto, für wen wäre das kein Jugendtraum? Am selben Nachmittag noch rief ich John Bakker an und am nächsten Tag saßen wir zusammen am Tisch.“

Suche nach Investoren

Die Ideen seien, so Ted den Ouden, „fantastisch, super“ gewesen. Aber wie realistisch ist es, um so ein Flugauto auch zu verwirklichen? Man braucht eine Menge Geld zur Umsetzung eines solchen Traumprojekts. „Auf einer No-Cure-no-Pay-Grundlage habe ich begonnen. Drei Monate lang war ich unterwegs, sprach mit potenziellen Geldgebern, die ich aus meinem Netzwerk kannte. Investoren zu finden, das war nicht einfach. Entweder man lachte mich aus oder es hieß: „Komm in fünf Jahren nochmal vorbei“. Nach einem solchen Zeitraum gäbe es mehr Sicherheit. Natürlich weiß ich, dass die Entwicklung viel Zeit kostet. Obwohl, wenn man mir damals gesagt hätte: sechzehn Jahre...“

PAL-V, the first flying car - photo PAL-V.com
Foto: PAL-V.com

"Entweder man lachte mich aus oder es hieß: Komm in fünf Jahren nochmal vorbei"

Glücklicherweise gab es mehr Menschen, die an das Flugauto glaubten. Robert Dingemanse, der heutige CEO, kam mit an Bord und sorgte dafür, dass das Unternehmen PAL-V seriös Gestalt annahm. 2007 war der Businessplan fertig. In den nachfolgenden Jahren kamen größere Geldgeber mit an Bord und PAL-V kam ins Rollen. Mehrere Investoren zeigten Interesse.

Carver und Tragschrauber

Inzwischen gab es am Zeichentisch Fortschritte und nahm das Flugauto immer mehr Gestalt an. „Das Prinzip des PAL-V ist aus einer Kombination des Carvers und des Tragschraubers entstanden“, erklärt Den Ouden. „Ein Carver ist eine Kreuzung zwischen Auto und Motorrad, in dem man zu zweit hintereinander sitzt. Das schlanke und wendige Design braucht man, um auf der Straße die Kurven fahren zu können. Das Tragwerk muss sich einklappen lassen, sodass nichts herausragt; das wäre gefährlich und nicht praktisch. Zum Fliegen braucht man das Prinzip des Tragschraubers. Der Unterschied zum Hubschrauber ist, dass nur der Heckrotor angetrieben wird, der Hauptrotor jedoch nicht. Der Luftwiderstand sorgt dafür, dass der Hauptrotor sich dreht. Das ergibt unter anderem eine stabile und sichere Landung.“ Alle Patente sind inzwischen eingegangen. Das ist nicht unwichtig, denn das endgültige PAL-V hat die Neigetechnik des Carvers zur Grundlage.

PAL-V, the first flying car - photo PAL-V.com
Foto: PAL-V.com

"Man braucht nur einen Asphaltstreifen von 30 Metern"

Für den Tragschrauber gibt es bereits gesetzliche Regeln. Da der PAL-V ein Tragschrauber ist, darf er bereits bestehende 3D-Korridore – virtuelle Autobahnen in der Luft – nutzen. Man braucht nur noch einen Asphaltstreifen von 30 Metern zum Abheben. Den Ouden: „Unser Grundgedanke war das Finden einer Lösung für frustrierende Aufenthalte am Flughafen: einem Ort, wo man eigentlich niemals sein will. Nur weil man von irgendwoher kommt und irgendwohin will. Das PAL-V kann man nicht als Lösung der Stauprobleme sehen: Abheben aus einem Stau, das geht nicht. Aber auf Grundlage der Verkehrsmeldungen kann man schon zwischen PAL-V und Auto wählen.“

Freiheit in Mobilität

Es besteht bereits großes Interesse an der ersten kommerziellen Version: dem Liberty. Schon heute ist die Nachfrage größer, als die Produktionskapazität in Raamsdonksveer bieten kann. Aus der ganzen Welt, aber auch aus den Niederlanden selbst. „In Raamsdonksveer haben sich beispielsweise dreißig Unternehmer aus Brabant zusammengetan, um einen Liberty zu kaufen“, erzählt Den Ouden. „Ein schönes Beispiel, wie Unternehmer selbst Anwendungsmöglichkeiten für das PAL-V sehen. Wie beispielsweise Taxiunternehmen, oder Landwirte mit großen Flächen Land. Super zu sehen, was bereits geschieht.“

Geschichte schreiben

In den kommenden zehn, zwanzig Jahren würden Flugautos herkömmliche Autos noch nicht ersetzten, meint Ted den Ouden. Wie es längerfristig aussieht? „Das weiß ich nicht. Als der erste Ford T-Bird seine Testfahrt machte, lief jemand mit einer Flagge voraus, um alle vor dem schnellen Fahrzeug zu warnen. Heute hat fast jeder ein Auto. So kann es mit dem Flugauto auch gehen. Der Kick für mich? Geschichte schreiben. So etwas gibt es doch nur in Filmen oder Geschichten? Science-Fiction! Wenn das Liberty seinen ersten Probeflug macht... das erscheint mir großartig. Ob ich selbst einen möchte? Tja, die ersten neunzig Stück sind fortlaufend nummeriert, die kosten eine halbe Million pro Stück. Aber wenn die Produktion mit mehreren zugleich möglich wird, wird vielleicht irgendwann auch einer für mich selbst bei mir vor der Tür stehen.

"Der Kick für mich? Geschichte schreiben. So etwas gibt es doch nur in Filmen oder Geschichten? Science-Fiction!"

PAL-V, the first flying car - photo PAL-V.com
Foto: PAL-V.com

Weitere Informationen finden Sie unter:

Informiert bleiben

Die letzten Neuigkeiten über (Smart) Mobility in Ihrer Mailbox? Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an und erhalten Sie unser Mailing über (Smart) Mobility.

 

Das interessiert Sie vielleicht

Automotive Campus, Altran, photo Peter van Trijen

Automotive Campus: Hightech Helmond

Der Automotive Campus in Helmond ist eine Brutstätte für Innovationen im Bereich der Mobilität. Edwin Heesakkers, Altran, erzählt über den Hightech-Hotspot.

Hermes Brabant, foto Peter van Trijen voor Brabant Brand Box

Die größte E-Busflotte Europas fährt in Brabant

Größte elektrische Busflotte Europas fährt in Eindhoven. Lesen Sie alles über die einzigartige Zusammenarbeit zwischen Hermes und VDL.

Stella Lightyear, Lightyear 1

Brabanter Studenten bauen Solar-Familienauto

Als Brabanter Studenten gewannen sie die Solar Challenge mit Stella, einem Solar-Familienauto. Daraus entstand das Unternehmen Lightyear. Die Herausforderung: dieses Auto echt auf den Markt bringen.

Selbstverständlich verwenden wir Cookies!

Cookies tragen zur einwandfreien Funktion der Website bei. Und mit Cookies haben wir die Möglichkeit auch andere interessante Geschichten rund um Brabant mit Ihnen zu teilen – über Werbung auf Social Media und andere Websites. Einverstanden? 

Mehr erfahren über Cookies und wie wir mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen?