TKI Dinalog stuurt logistiek onderzoek vanuit Brabant aan.

TKI Dinalog koordiniert die nationale Forschungsagenda von Brabant aus

Mit der ambitiösen Mission die Niederlande bis 2020 zum besten Logistiksektor der Welt zu machen, ist TKI Dinalog für die Einrichtung und Betreuung von Logistikforschungsprojekten verantwortlich.

Die Inhalte der Brabant Brand Box dürfen kostenlos für positive Darstellungen von Brabant verwendet werden.

„Die maritime Welt ist eine sehr globale Welt, die einen automatisch in das Umfeld der internationalen Logistik, des internationalen Handels und der Zollangelegenheiten bringt.
Sie bietet auch einen Rahmen, um die Rolle der Niederlande als Drehscheibe des Welthandels und als Logistikzentrum zu untersuchen – was den Kern unserer Arbeit am Institut ausmacht.“

Albert Veenstra, seit 2015 Direktor von TKI Dinalog, ist ein begeisterter Forscher mit akademischem und kommerziellem Hintergrund in den verschiedensten logistischen Disziplinen. Er promovierte 1999 an der Erasmus-Universität Rotterdam mit einer Dissertation zum Thema „Quantitative Analyse von Schifffahrtsmärkten“, einem Studiengebiet, das sich als ideale Vorbereitung auf seine heutige Tätigkeit erwies.

Grenzen der Logistik 

„Das Aufstellen der Forschungsagenda und das Bestimmen, wo der Schwerpunkt liegt, ist ein sehr interessanter Teil der Arbeit“, sagt er. Veenstra nennt „die Grenzen der Logistik verschieben, neue Konzepte entwickeln und verschiedene Fachgebiete und Technologien integrieren“ als die wichtigsten Themen innerhalb der vielen Forschungsprojekte, die er und sein Team betreuen.

Mit der ambitiösen Mission die Niederlande bis 2020 zum besten Logistiksektor der Welt zu machen, ist TKI Dinalog – offiziell bekannt als The Dutch Institute for Advanced Logistics – für die Einrichtung und Betreuung von Logistikforschungsprojekten verantwortlich. In Zusammenarbeit mit NWO [Nationale niederländische Wissenschaftsorganisation] und TNO [Niederländische Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung] soll die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Forschungseinrichtungen und Regierung verbessert werden, wobei der Schwerpunkt auf Innovation und dem Austausch von Wissen, Erfahrungen und Ergebnissen liegt.

Zur Unterstützung von TKI ist das Programmsekretariat für den Top-Sektor Logistik mit der Förderung der Umsetzung und Akzeptanz neuer Erkenntnisse und Instrumente zuständig. „Wir arbeiten sehr eng mit ihnen zusammen, um unsere Innovationspipeline sowohl mit Grundlagenforschung als auch mit der praktischen Umsetzung zu füllen.“

„Wir liegen auf dem Korridor Rotterdam-Venlo, dem Rückgrat der Logistikbranche in den Niederlanden."

Veenstra weist auf die symbolische Relevanz des Standorts von TKI Dinalog in Breda hin, wo sich auch eine Reihe von Logistikunternehmen und regionalen Distributionszentren befinden: „Wir liegen auf dem Korridor Rotterdam-Venlo, dem Rückgrat der Logistikbranche in den Niederlanden. Auf diesem Korridor sind modernste Lagereinrichtungen, fortschrittliche Planungssysteme und Speditionen im Einsatz“. Der Institutssitz befindet sich auch in der Mitte zwischen Rotterdam und Antwerpen, einem weiteren wichtigen Korridor, sowie in der Nähe vieler der Binnenschifffahrtsterminals der Niederlande.

Die Nutzer dieser nationalen und regionalen Korridore vertreten einige der wichtigsten Interessengruppen, für die Veenstra und seine Kollegen ihre Forschungsergebnisse umsetzen. Diese gehen aus sorgfältig ausgewählten „Roadmaps“ hervor. Darunter die Entwicklung einer offenen IT-Infrastruktur für den Logistiksektor, die Förderung des integrierten multimodalen Verkehrs, die Erleichterung der Frachtbündelung durch kettenübergreifende Kooperationsstellen und der Aufbau von Humankapital in diesem Sektor über die Bildung.

TKI Dinalog stuurt logistiek onderzoek vanuit Brabant aan.
Foto: Peter van Trijen

Eine der von TKI Dinalog betreuten Studien betraf die Entwicklung einer nachhaltigen Logistik für den innerstädtischen Wohnungsbau und gewerblichen Bau durch den Einsatz von kettenübergreifenden Kooperationsstellen, auch „4C-Kontrolltürme“ genannt. Basierend auf den Beobachtungen an neun Versuchsstandorten zeigte die Studie, dass durch die Einrichtung von günstig gelegenen Hubs, von denen aus mehrere innerstädtische Baustellen mit Vorräten versorgt werden können, eine deutliche Reduzierung der Projektkosten, der Bauzeit, von Störungen und von baubedingten umweltschädlichen Emissionen erreicht werden kann.

Innovationen sind erforderlich

Eine der Forscherinnen, Jannette de Bes von TNO, berichtet über die Ergebnisse: „Innovationen sind dringend erforderlich, um nachhaltige Baulogistikkonzepte entlang der gesamten Kette erfolgreich umzusetzen.“ Ihr Hinweis auf die Bedeutung des Wandels in allen Punkten der Wertschöpfungskette berührt ein wichtiges Element der koordinierenden Rolle von TKI Dinalog: Veenstra erläutert, dass traditionelle Logistikoptimierung nur einen „sehr kleinen Teil“ der zu lösenden Probleme betrifft. „Es geht nicht so sehr um die praktische Planung, sondern um den Versuch, alle Parteien zur Zusammenarbeit zu bewegen.“

Am Beispiel der Paketzustellung in den Niederlanden, einem Sektor, in dem etwa sechs oder sieben große Dienstleister vertreten sind, führt er an, dass die Koordination der vielen Parteien in diesem Szenario, die jeweils unterschiedliche Anforderungen haben, große Herausforderungen darstellt. „Kommunen werden zur Mitarbeit herangezogen, weil sie sich eine Vision einfallen lassen müssen, bevor etwas getan werden kann, das praktische Konsequenzen hat. Dann kann beispielsweise die nationale Politik eingreifen und auf einer Harmonisierung zwischen den Städten bei der Gestaltung der Lösung bestehen. Wenn man sich wirklich damit beschäftigt, wie man die Logistiksysteme in einem Land verändern kann, wie man sich wirklich auf die Zukunft vorbereitet, und sich dabei auch noch an das globale Klimaabkommen hält, dann wird es schnell sehr kompliziert.“

„Unser Land hat eine sehr gute Erfolgsbilanz in der fachübergreifenden Zusammenarbeit."

TKI Dinalog stuurt logistiek onderzoek vanuit Brabant aan.
Foto: Peter van Trijen

Die lange Geschichte der Niederlande auf dem Gebiet der Logistik basiert auf ihrer Kompetenz bei der Organisation weltweiter Logistik-Ketten, ihrer Wissensbasis, ihren IT-Systemen und ihrer geografischen Lage. „Wir sind ein Land, das sich perfekt als Stützpunkt für viele Unternehmen eignet, von dem aus sie ihre weltweite oder europäische Logistik organisieren können.“

Aber Veenstra warnt vor Selbstgefälligkeit hinsichtlich dieser Spitzenposition in der Weltlogistik, unter Hinweis auf die rückläufige niederländische Leistung im World Bank Logistics Performance Index – In diesem Jahr sind die Niederlande vom vierten Platz im Jahr 2016 auf Platz sechs gesunken – und er ruft zur Wachsamkeit auf. „Wir müssen unsere Stärken bewahren und sicherstellen, dass wir gut ausgebildete Mitarbeiter haben, dass unsere Logistiksysteme modern sind und dass jeder in die richtige IT investiert.“

Veenstra ist der Ansicht, dass einer der Hauptgründe für den Rückgang der Position auf dem Weltbankindex die Rolle des Zolls ist, wobei die Niederlande vor einer Reihe besonderer Herausforderungen stehen. Logistische Probleme, die der Brexit verursacht, werden sich vor allem in den Niederlanden bemerkbar machen, die ein wichtiges Tor zu Großbritannien sind, zu großem Anteil über Fährverbindungen. Obwohl es gute Lösungen gibt, wie beispielsweise automatisierte Überwachungssysteme, die einen reibungslosen grenzüberschreitenden Warenfluss ermöglichen, weiß der Logistiksektor noch nicht, welche spezifischen Probleme gelöst werden müssen. „Ich habe keinen Zweifel daran, dass wir diese Probleme lösen können, wenn wir 2019 wissen, worin genau sie bestehen. Doch in der Zwischenzeit gibt es ziemliche Unsicherheit.“

Einen Tag in der Woche ist Veenstra an der Technischen Universität Eindhoven tätig, wo er einen Lehrstuhl für „International Trade Facilitation and Logistics“ hat. „Dies sorgt für einen guten Ausgleich, da der Fokus im Vergleich zu den Aufgaben beim Aufbau und der Überwachung großer Forschungskonsortien viel enger eingestellt ist.“

Im Hinblick auf zukünftige Projekte bei TKI Dinalog ist Veenstra optimistisch, „angesichts der hervorragenden Qualität der niederländischen Forschung“. Ein Ziel für die kommenden Jahre ist es, die Organisation noch stärker als Wissenslieferant in der geplanten Innovationspolitik der niederländischen Regierung für den Sektor Logistik zu verankern. Diese Agenda steht im Zeichen von Klimawandel, Life Sciences & Health sowie Sicherheit – und hat strategische Technologie als zentrales Thema. Veenstra befindet sich bereits mit seinen Kollegen in den anderen Top-Sektoren im Gespräch, um Ideen für relevante Forschung zu entwickeln und um sektorübergreifende Forschungskooperation zu fördern.

Informiert bleiben

 

Das interessiert Sie vielleicht:

ASML is 's werelds grootste fabrikant van chipmachines. Anno 2019 werken er 123 verschillende nationaliteiten.

Menschen aus 123 Nationen? Noélie (ASML) erzählt.

Als Noélie Wojewoda 2006 mit ihrem Job bei ASML in Veldhoven begann, war sie in ihrem Team die Einzige ausländischer Herkunft. Heute beschäftigt das Unternehmen Menschen aus 123 Nationen.

GVT verbindet Brabant mit China

Mit eigenem Distributionsnetz, eigenen Lagern, eigenen Binnenfahrt- sowie Bahnterminals sorgt GVT für eine direkte Verbindung zwischen Tilburg und dem chinesischen Chengdu.

The Lightyear One is the first solar powered family car.

Ein solarbetriebenes Familienauto ist keine Science-Fiction mehr

Als Studenten aus Brabant gewannen sie die Solar Challenge mit dem Stella, einem Familienauto mit Solarenergieantrieb. Dies bildete die Grundlage für das Unternehmen Lightyear. Im Juni 2019 wurde der Prototyp, der Lightyear One, der Welt vorgestellt. 

Selbstverständlich verwenden wir Cookies!

Cookies tragen zur einwandfreien Funktion der Website bei. Und mit Cookies haben wir die Möglichkeit auch andere interessante Geschichten rund um Brabant mit Ihnen zu teilen – über Werbung auf Social Media und andere Websites. Einverstanden? 

Mehr erfahren über Cookies und wie wir mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen?