Life Sciences in Brabant profitiert von regionaler Innovation

Von der Glühbirne zur Roboterchirurgie: MedTech in Brabant profitiert von wissenschaftlichen Innovationen aus der Region.

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Von der Glühbirne zur Roboterchirurgie: MedTech in Brabant profitiert von wissenschaftlichen Innovationen aus der Region

Der Hightech-Gesundheitscluster in der Region Brabant ist ein ausgedehntes, lebendiges Biotop, das spezialisierte Forschung, fortschrittliche Produktionskapazitäten und beträchtliches Investitionskapital vereint. Der gemeinsame Nenner dabei ist eine offene Innovation, die zwischen den verschiedenen Interessengruppen aus dem öffentlichen Sektor, der Wissenschaft und der Wirtschaft stattfindet. Diese Zusammenarbeit ist in Form einer Reihe von Plattformen mit Co-Location und in kollektiven Forschungsinitiativen deutlich sichtbar. Gemessen an der Anzahl der Patentanmeldungen, der Anzahl der wirtschaftlich rentablen Start-ups und der Art und Weise, wie lokale Gesundheitstechnologieunternehmen ihre Branchen auf den Weltmärkten anführen, ist Brabant auf dem besten Weg, den Status eines weltweit anerkannten Medizintechnik-Clusters zu erreichen.

Zu dem Zeitpunkt, als Philips seine medizinische Röntgenröhrentechnologie perfektionierte, entstand in Oss eine ganz andere Art medizinischer Wissenschaft. Saal van Zwanenberg, Inhaber eines florierenden Fleischverarbeitungsunternehmens, tat sich mit dem Apotheker Ernst Laqueur zusammen, um eine kommerzielle Anwendung für tierische Nebenprodukte zu entwickeln: 1923 gründeten sie Organon, den ersten europäischen Insulinhersteller, und begannen schon bald mit der Produktion einer Reihe von Hormonbehandlungsmitteln. Nach mehreren Übernahmen und Spin-offs im Laufe der Jahrzehnte wurde das ursprüngliche Unternehmen nun in die Firmengruppe MSD und MSD Tiergesundheit integriert. Heute befindet sich in Oss der Pivot Park, ein biopharmazeutischer Campus mit einem Verbund von großen und kleineren Pharmaherstellern und -zulieferern.

Thom Frielink ist Innovationsberater bei Health-Holland, dem Verwaltungsorgan des niederländischen „Top-Sektors“ Life Sciences & Health. Aus seiner landesweiten Perspektive sieht er in der Provinz Brabant neue Spezialisierungszentren entstehen. „Angesichts der historisch wichtigen Rolle, die Philips in der Region im Bereich der Medizintechnik spielt, hat der östliche Teil von Brabant eine dominantere Stellung im Bereich der medizintechnischen Innovation als der Westen der Provinz. Dennoch entstehen auch in West-Brabant bedeutende Initiativen im Gesundheitswesen, wie das „Care Innovation Center“ (CIC) in Roosendaal. Dabei handelt es sich um eine Kooperation zwischen der Gemeinde, einer örtlichen Ausbildungseinrichtung für das Gesundheitswesen und einer Reihe lokaler Innovatoren, die gemeinsam dazu beitragen, den Innovationsprozess ihrer Medizintechnologien zu beschleunigen.“

In Brabant war die branchenübergreifende Zusammenarbeit der Schlüssel, um Ideen zu testen, zu finanzieren und auf den Markt zu bringen. „Obwohl es in Brabant keine Forschungskliniken gibt, arbeiten wir eng mit regionalen Kliniken von Spitzenformat zusammen, was es uns ermöglicht, Innovationen und Unternehmen schnell auf den Markt zu bringen“, sagt Frits Hoeve, Projektleiter bei BOM, der sich ganz auf High-Tech-Systeme konzentriert.

Als Beispiel nennt er Bambi Medical, ein Start-up-Unternehmen auf medizinischem Gebiet, das mit dem Holst Centre zusammenarbeitet und Bänder für die Kreislaufüberwachung bei Neugeborenen entwickelt. Ein weiteres Beispiel ist Preceyes, das Roboterlösungen für die Augenchirurgie anbietet.

Das Holst Centre ist ein F&E-Institut dessen Forschungstätigkeiten überwiegend auf dem medizinischen Sektor liegen und das in Zusammenarbeit mit Industrie und Hochschulen auf der Grundlage offener Innovationen forscht. Die Arbeit ergänzt die der Technischen Universität Eindhoven, die Gesundheit als einen ihrer drei strategischen Schwerpunkte identifiziert hat und über neun Fakultäten mit einem Bezug zum Gesundheitswesen verfügt. Darüber hinaus haben auch Tilburg, Breda und Eindhoven Fachhochschulen – Avans und Fontys – die Forschung und Lehre im Bereich der Medizin und Gesundheit anbieten.

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