CM.com, international in telecom

CM.com: International kommunizieren

Telekommunikationsunternehmen CM.com fördert Unternehmergeist der Beschäftigten. Manager gibt’s nicht: „Bei uns tut jeder, was er gut kann. Neue Ideen? Gerne!“ Die in der Brabant Brand Box enthaltenen Informationen dürfen kostenlos für positive Darstellungen von Brabant verwendet werden.

Brenna question

"Bei uns kann man mit einer Idee aufwachen und sie am selben Tag noch umsetzen"

Zuhören gehörte nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen des jungen Jeroen van Glabbeek. Strafen waren an den strengen Schulen in Breda, die er besuchte, für ihn keine Seltenheit. Und dass man sich in der Schule mit Sachen beschäftigen sollte, die man nicht gut konnte? Diese Logik wollte ihm nicht einleuchten. Der Kaufmannsgeist beherrschte ihn schon früh: Sein Geldanlagenhandel erbrachte ihm als Schüler bereits ein Monatsgehalt. Auch Gilbert Gooijers, sein Klassenkamerad, der in der Schule auch sein bester Freund wurde, war ein Unternehmertyp: Er handelte in alten Mopeds.

Sprachdialogsysteme

Neben seinem Geldanlagenhandel hatte Jeroen noch ein gut laufendes Geschäft: „Ich stellte Sprachdialogsysteme her, um Zimmervermieter und Mieter zusammenzubringen.“ Die beiden Freunde beschlossen, an der Technischen Universität Eindhoven Wirtschaftsingenieurswesen zu studieren. Jeroen: „Studiert haben wir nicht so viel, gearbeitet allerdings umso mehr. Wir sind auch gern zusammen ausgegangen. Zahlreiche Diskotheken haben wir von innen gesehen.“

Gruppen-SMS

cAls das Innovationsprojekt New Venture 2000 vorbeikam, mit dem das Wirtschaftsministerium und der Unternehmensberater McKinsey Studenten herausforderten, einen Businessplan für ein eigenes Unternehmen zu erstellen, nahmen Gilbert und Jeroen den Handschuh auf. Aber leider gehörte ihre Idee – die Versendung bezahlter SMS-Benachrichtigungen für Diskotheken, um Besucher über die Aktivitäten auf dem Laufenden zu halten – nicht zu den Gewinnern. 

CM.com Peter van Trijen voor Brabant Brand Box
Foto: Peter van Trijen

"Die erste SMS-Benachrichtigung war für uns eine Sensation: als würde man jemandem von weit her einen Zettel in die Hosentasche stecken"

Der Anfang von CM.com

„Auch wenn wir die Herren von New Venture 2000 nicht von unserer Idee überzeugen konnten: Wir wollten trotzdem einen Versuch wagen. Wir hatten ja nichts zu verlieren.“ 1999 gründeten die beiden Freunde für die Diskothek Highstreet im belgischen Hoogstraten „ClubMessage“. „Die Mobiltelefonie war gerade im Kommen, es gab damals noch nicht so viele Menschen mit einem Handy. Aber wir gingen einfach an der Reihe vor der Disco entlang: „Dürfen wir deine Nummer haben? Dann informieren wir dich gratis über tolle Partys.“ Pro gesendeter Benachrichtigung zahlte die Disko uns € 0,20.“ Dass sich das zu dem internationalen Millionenunternehmen CM.com entwickeln würde, konnten die Studenten damals noch überhaupt nicht erahnen.
Jeroen: „Die erste SMS-Benachrichtigung, die wir abschickten, war für uns eine Sensation: als würde man jemandem von weit her einen Zettel in die Hosentasche stecken.“ Persönlicher ging’s nicht. Wir ahnten, dass sich mit dieser Technik eine Welt öffnen würde. Aber was für eine?“

24/7 Kundenunterstützung

Zwei Jahre später hatte ClubMessage etwa 1.000 Diskotheken als Kunden und erreichte damit tausende junge niederländische und belgische Disco- und Festivalbesucher. „Es war hektisch: tagsüber studieren, abends programmieren und anschließend sowie am Wochenende unsere Werbetouren in den Discos…. Aber es machte uns Spaß. Wir kamen hinter die Kulissen der Discos, kannten dort alle und verdienten damit auch noch Geld. CM.com ist auch heute noch ein 24-Stunden-Unternehmen! Rund um die Uhr ist jemand da, um unsere Kunden überall auf der Welt zu unterstützen.“

"Unternehmen ist wie ein Computergame: Wenn man es durchschaut hat, erreicht man das nächste Level"

CM.com, international in telecom
Foto: Peter van Trijen

Erweiterung der Dienstleistungen auf andere Länder

Wie konnten zwei Jungs das blitzschnelle Wachstum ihres Unternehmens auf den rechten Weg bringen? Jeroen vergleicht es mit einem Computergame: „Wenn man es durchschaut hat, erreicht man das nächste Level. Man wächst und lernt auf einer Ebene, die man beherrscht.“ Schon bald verlagert CM.com seinen Fokus auf diverse andere Organisationen und erweitert aufs Ausland. 2011 entwickeln sie mobile Zahlungssysteme; einige Jahre später folgen Multimedia, Apps und Sprachdienstleistungen.

Lernen von Kunden und Kollegen

Heute ist Gilbert Gooijers Managing Director von CM.com, Jeroen van Glabbeek ist CEO. Sie lernen noch täglich dazu, auch von Kunden und anderen (Brabanter) Unternehmen wie ASML - „die legen ihre Latte auch hoch“ - oder Aalberts Industries, das, wie CM.com auch, regelmäßig Übernahmen durchführt und so beständig weiterwächst. „Man muss in dieser Globalisierung mitwachsen, um auf dem Markt weiterhin mitspielen zu können. Aber das menschliche Maß ist für uns sehr wichtig, genauso wie der Erhalt unserer Unternehmenskultur.“

CM.com Peter van Trijen voor Brabant Brand Box
Foto: Peter van Trijen

"In der heutigen Zeit, in der Roboter mit uns konkurrieren, müssen wir Menschen uns durch Freiheit und Kreativität unterscheiden"

Unternehmergeist stimulieren

In ihrem Unternehmen handhaben Jeroen und Gilbert ein „Anti-Schulsystem“: „Wir lassen die Menschen nur das tun, was ihnen Spaß macht und was sie gut können. Wir stimulieren den Unternehmergeist, sodass sie das Richtige tun wollen - für das Unternehmen, für sich selbst und für die Gesellschaft. Keine Manager, sondern multidisziplinäre Teams, in denen Menschen sich gegenseitig ergänzen. Bei uns kann man morgens mit einer Idee aufwachen und sie am selben Tag noch umsetzen. Diese Freiheit ist wichtig: In einer Zeit, in der Computer und Roboter mit uns konkurrieren, müssen wir Menschen uns so unterscheiden – und mit unserer Kreativität.“

Teil von Nordbrabant und Breda

Dass die Hauptverwaltung ihres internationalen Unternehmens noch immer in Breda ihren Sitz hat, ist kein Zufall. „Gilbert und ich haben einen Bezug zu der Stadt. Wir wollen hier langfristig mindestens 300 Menschen beschäftigen.“ Brabant habe auch eine andere Mentalität als andere Provinzen, meint Jeroen: „Bescheidener. Und es gibt in Brabant, denke ich, relativ viele Familienunternehmen, wo Menschen bereits lange arbeiten und wo alle sich verantwortlich fühlen.“ Auch mag man in Brabant keine Schönrednerei: „Was wir vereinbaren, liefern wir.“ Die sprichwörtliche Geselligkeit sieht man bei CM.com beim Feierabendbier am Freitag wieder. „Und wir feiern gemeinsam Karneval.“ CM.com empfindet sich als Teil von Breda. Als Hauptsponsor des Fußballvereins NAC, aber auch indem man Schüler einen Tag am Unternehmensgeschehen teilhaben lässt. „Wir werden immer globaler - aber auch immer regionaler.“

CM.com: Wo und wann?

CM.com ist ein Brabanter Multinational für Messaging, mobile Zahlungs-, App- und Sprachdienstleistungen. Das Unternehmen unterstützt weltweit Unternehmen dabei, Kunden zu erreichen. CM.com wächst bereits vom ersten Tag an spektakulär, behält jedoch dabei die eigene (Brabanter) Unternehmenskultur. Das Unternehmen ist noch immer in Händen der beiden Gründer, Gilbert Gooijers und Jeroen van Glabbeek, und hat eine flache Unternehmensstruktur. Die Beschäftigten erhalten viel Freiheit zur Umsetzung eigener Ideen.

  • Hauptsitz in Breda
  • Niederlassungen in den Niederlanden, in Belgien, im Vereinigten Königreich, in Frankreich, Deutschland, Hong Kong, China sowie Südafrika.
  • Marktführer in Belgien und in den Niederlanden
  • über 300 Beschäftigte
  • Auszeichnungen: Technology Fast 50, High Growth Award, Best Managed Company, European Business Award, Great Place to Work, FD Gazellen Awards, Piet Heyn Award.

Jeroen van Glabbeek ist Vorsitzender des Unternehmerverbands VNO NCW Brabant Zeeland / Breda und seit Kurzem einer der Beauftragten von Brabants Besten.

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