BitSensor packt Hacker beim Kragen

Mit der innovativen Sicherheitssoftware von BitSensor werden Hacker im Nu geschnappt. Das Unternehmen aus Eindhoven wurde damit „Start-up des Jahres“. Die Inhalte der Brabant Brand Box dürfen kostenlos für positive Darstellungen von Brabant verwendet werden.

BitSensor packt Hacker prompt beim Kragen

Online Diebstahl, Identitätsbetrug, Webseiten und Unternehmen, die lahmgelegt werden: Cyberkriminelle können großen Schaden anrichten. Aber wenn ein Unternehmen gehackt wird, dauert es häufig Monate, bis man es bemerkt und anschließend den Tätern auf die Spur kommt. Das geht sehr viel schneller, dachten zwei ehemalige Studenten der TU Eindhoven. Ihr Unternehmen BitSensor wurde vom Computergiganten IBM & Computable zum besten niederländischen Start-up des Jahres nominiert.

2017 wurden zahlreiche Unternehmen sowie zwei große Containerterminals im Rotterdamer Hafen durch einen weltweiten Hack lahmgelegt. Im selben Jahr stahlen Cyberkriminelle laut Norton – einem Spezialisten für Sicherheitssoftware – insgesamt 1,3 Milliarden Euro von 3,4 Millionen Verbrauchern in den Niederlanden.

Innovative Technologie

Mit der innovativen Software von BitSensor lassen sich solche Cyberverbrechen verhindern. Davon sind Ruben Vreeland und Alex Dings, die beiden Anfang-Zwanziger des Eindhovener Start-ups, überzeugt. Denn BitSensor arbeitet anders als die „herkömmliche“ Sicherheitssoftware. „Nicht in den Kästchen und Kabeln, sondern in den Anwendungen selbst“, erklärt Dings. Ihre Technologie entdeckt einen Hacker bereits beim ersten Angriff. Innerhalb von Millisekunden. Aufgrund seiner ersten Versuche, das Computersicherheitssystem zu durchbrechen, wird ein Profil des Hackers erstellt. Damit kann er blockiert werden. Außerdem werden so Schwachstellen im betreffenden Sicherheitssystem ermittelt.

BitSensor in Eindhoven won lots of prices
Foto: Peter van Trijen

Ihre Technologie entdeckt einen Hacker bereits beim ersten Angriff

Awards für digitale Sicherheit

Jetzt, wo immer mehr Unternehmen und Organisationen Big Data sammeln, nimmt das Interesse für Internetsicherheit zu. Die Lösung von Vreeland und Dings blieb deshalb in der ICT-Welt nicht unbeachtet. BitSensor gewann bereits mehrere Preise, wie den „NRC-Liveprijs voor CyberSecurity Start-up of the Year“ und den IBM-Preis für besten niederländischen Start-up. Auch erlangte das Jungunternehmen eine Investition von vierhundertausend Euro. Und das - meint Dings - „obwohl wir gar nicht aktiv nach Investoren gesucht hatten.“ Mit ihren Studiengängen Web Science und Software Science an der TU/e haben beide Herren bereits aufgehört. Laut Alex Dings war die Entscheidung einfach: „Wir wissen, dass wir etwas Gutes in der Hand haben. Und läuft die Sache anders als erhofft, dann haben wir zahlreiche Erfahrungen gesammelt und viel aus der Praxis gelernt.“

Gaunern das Handwerk legen

Möglichkeiten sehen, Mut haben, in Aktion kommen. Bei beiden ist das bereits früh zu erkennen. Ruben Vreeland beginnt bereits mit neun Jahren zu programmieren und im Alter von vierzehn Jahren zu hacken. Marktplaats, LinkedIn, eBay, Indigogo: Überall verschafft er sich einfach Zugang. Er kann über Millionen Dollar, Benutzernamen und Kennwörter verfügen. Aber Vreeland will sich nicht bereichern. Er ist ein ethischer Hacker: Es geht ihm darum, Informationslecks ausfindig zu machen und zu schließen. Für die Sicherheit all der vertraulichen Daten, die wir alle zusammen dem weltweiten Web anvertrauen. Und natürlich auch für die Herausforderung: Gaunern das Handwerk legen.

Einander stärken

Alex Dings ist zwölf, als er in Gegenwart eines Kamerateams dem Bürgermeister seines Wohnorts Weert eine Petition für mehr Fußballtore im Park überreicht. In der Sekundarstufe macht er - als jüngster Hauptredakteur der Schülerzeitung - ein Wochenblatt in Schwarzweiß sowie monatlich ein Hochglanzmagazin. Und bereits in seinem ersten Jahr an der TU Eindhoven bekommt er dort eine Anstellung, um Probleme bei Projekten von Masterstudiengängen zu lösen. Er ist dort der jüngste Mitarbeiter je. Das sei, meint Dings, das, was Vreeland und er bei einander erkannten: Sich damit beschäftigen, was einen wirklich interessiert, ein klares Ziel vor Augen haben und sich voll und ganz dafür einsetzen. Die beiden kommen miteinander ins Gespräch. „Wir kamen bereits schnell dahinter, dass wir einander nur noch weiter stärken würden.“

Mit zahlreichen intelligenten Menschen reden

Schon bald gehen sie mit Vreelands Cybersicherheits-Idee an die Arbeit. Sie nehmen Kontakt zu KMU-Unternehmen auf, um ihre Software zu testen. Mit den Ergebnissen dieser Tests und dem Feedback der Nutzer verbessern sie ihr Produkt immer weiter. Essenziell für die Arbeitsweise von Vreeland und Dings ist, dass sie, in den Worten des Letzteren, „mit zahlreichen intelligenten Menschen über unsere Ideen sprechen.“ Dazu bieten sich auch zahlreiche Gelegenheiten, als sie den IBM-Preis für besten niederländischen Start-up gewinnen. Denn Teil dieses Preises ist ein Aufenthalt in San Francisco, wo sie einen Monat bleiben, um diesen Aufenthalt dann noch um zwei Wochen zu verlängern. „Die Zeit war vollgeplant mit Unternehmens- und Kongressbesuchen. Viel mehr als niederländische Unternehmen wollen Unternehmen in den USA im Bereich der Cybersicherheit vorangehen. Wenn man eine gute Idee hat, dann will man dort gern ins Gespräch kommen.“

Bestätigung von Experten für Informationstechnologie

Derzeit beschäftigen sich die beiden hauptsächlich mit der Positionierung ihres Produkts: Wie kann sich BitSensor so gut wie möglich unterscheiden? Alex Dings: „Da wir noch jung und relativ unerfahren sind, ist es uns wichtig, etwas zunächst gründlich zu untersuchen und dann erst umzusetzen.“ Dass diese Arbeitsweise Früchte trägt, haben die Männer von BitSensor inzwischen bewiesen. Immer mehr Kunden melden sich, Mitarbeiter kommen hinzu. Ende 2017 gewinnen sie auch den Computable Award für den besten niederländischen Start-up. Damit bestätigen auch Experten der Informationstechnologie, dass Ruben Vreeland und Alex Dings auf dem richtigen Weg sind.

Inzwischen steht so manch ein Hacker vor geschlossenen Toren. BitSensor hat die digitale Welt ein bisschen sicherer gemacht.

BitSensor, Eindhoven, PetervanTrijen, DataScience
Foto: Peter van Trijen

Für weitere Informationen siehe:

Informiert bleiben

Die letzten Neuigkeiten über Data Science in Ihrer Mailbox? Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an und erhalten Sie unser Mailing über Data Science.

 

Das interessiert Sie vielleicht

JADS masterevent in Den Bosch, fotografie Bart van Overbeeke

JADS Brabant: mit Big Data Nashörner retten

Mit Big Data wilde Tiere schützen? Lesen Sie die Geschichte des Gewinners des ersten Wildlife Hackathons der Jheronimus Academy of Data Science.

CM.com Peter van Trijen voor Brabant Brand Box

CM.com: International kommunizieren

Telekommunikationsunternehmen CM.com fördert Unternehmergeist der Beschäftigten. Manager gibt’s nicht: „Bei uns tut jeder, was er gut kann. Neue Ideen? Gerne!“

Automotive Campus, Altran, photo Peter van Trijen

Automotive Campus: Hightech Helmond

Der Automotive Campus in Helmond ist eine Brutstätte für Innovationen im Bereich der Mobilität. Edwin Heesakkers, Altran, erzählt über den Hightech-Hotspot.

Selbstverständlich verwenden wir Cookies!

Cookies tragen zur einwandfreien Funktion der Website bei. Und mit Cookies haben wir die Möglichkeit auch andere interessante Geschichten rund um Brabant mit Ihnen zu teilen – über Werbung auf Social Media und andere Websites. Einverstanden? 

Mehr erfahren über Cookies und wie wir mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen?