Breda: Die gastliche, grüne Stadt | Brabant Brand Box

Breda: Die freundliche, grüne Stadt

Breda ist eine Stadt, in der Geselligkeit und Kreativität Hand in Hand gehen. In der man selbst mitten im Zentrum überraschend viel Grün findet.

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Der „Grote Markt“ in Breda ist – bei einigermaßen Wetter – ein einziges großes Freiluft-Café. Vor einem der vielen Lokale sitzen die Busenfreunde Kees Stallen (73) und Joop van Bel (74) am späten Nachmittag bei einem Bierchen. Sie sind beide hier geboren und aufgewachsen. Sie waren immer im Vereinsleben aktiv. Natürlich waren beide beim legendären Pokalfinale des lokalen Stolzes NAC Breda gegen NEC Nijmegen im Jahr 1973 dabei. Und Humor haben sie auch. Sie beschreiben das NAC-Stadion mit einem Augenzwinkern als „eine große Kneipe mit einem Spielfeld in der Mitte" – um damit zu sagen, dass sich die Bredaer auch bei einer Niederlage nicht die Laune verderben lassen. „Bredaer sind keine Schwarzseher“, sagt Kees. Joop bestätigt das: „Der Bredaer ist optimistisch und gerne unter Leuten.“ Kees veranschaulicht: „Im Frühjahr kommen Musikliebhaber aus Nah und Fern zum Breda Jazz Festival. Wir genießen dann die Atmosphäre und die Geselligkeit.“

Das Haus Nassau

Während des Achtzigjährigen Krieges war die Stadt abwechselnd in niederländischer und spanischer Hand. Doch man weiß, mit willkommenen Gästen umzugehen, denn mit dem Haus Nassau besteht jahrhundertelange Verbundenheit. Dank der Heirat der Tochter des Fürsten Jan III. van Polanen mit Engelbert von Nassau im dreizehnten Jahrhundert kam das deutsche Haus Nassau an Grundbesitz in Breda. Dem Adelsgeschlecht ist die Erbauung des Beginenhofs, der Liebfrauenkirche und des Stadtschlosses zu verdanken. Doch auch noch viel später hinterließ es seine Spuren, zum Beispiel mit der Gründung der Königlich Niederländischen Militärakademie in der Stadt. Dem Einfluss von Oranien-Nassau verdankt Breda seinen Beinamen „Das Den Haag des Südens“. Königin Beatrix feierte hier 1980 ihren ersten Königinnentag, und Königin Máxima begann hier ihre Vorstellungsrunde durch die Niederlande.

Grünes Zentrum

„Der schönste Ort in Breda.“ So beschreibt eine Frau, die bereits seit 47 Jahren in der Stadt lebt, den „Valkenberg“, den Park, der sich mitten in der Stadt befindet. „Es ist ein wundervoller Begegnungsort, mit einer mediterranen Atmosphäre, wie man sie sonst nirgendwo in den Niederlanden findet.“ Und tatsächlich, es gibt nur wenige Städte, in denen Grünanlagen mitten zwischen Bahnhof und Zentrum so viel Raum einnehmen.

Ein weiteres Juwel der Stadt ist nur einen Katzensprung davon entfernt: Der Beginenhof, in den 1535 die Gemeinschaft der Beginen einzog. Die schmucken Gebäude, der Kräutergarten, die Sankt-Katharina-Kapelle und das Bleichfeld (eine Wiese, auf der früher Leinen gebleicht wurde, weil das Waschen für andere eine Einnahmequelle für die Beginen war) strahlen eine ganz besondere Atmosphäre aus. Heute werden die Wohnungen der Beginen von einer Stiftung vermietet, um mit dem Erlös ihren ursprünglichen Charakter zu erhalten. Der Beginenhof ist eine wohltuende, beschauliche Oase mitten in der Stadt.

Ginnekenweg

Wer Trubel sucht, findet ihn im Ginnekenweg. Eine kilometerlange Straße mit zahlreichen historischen Gebäuden (vor allem vom Ende des neunzehnten Jahrhunderts) und allerlei originellen Geschäften. Wie die Buchhandlung Van Kemenade & Hollaers, die ganz auf der Bibliophilie von Inhaber René Hollaers stützt. Er hat alle Hände voll zu tun: Autoren kommen, um ihre Bücher zu signieren, Bands treten auf und eine Reihe von Leseclubs haben hier ihr Zuhause. Der Buchhändler kam zu der Schlussfolgerung, dass er bisher 75 Prozent seines Lebens in Breda zugebracht hat. „Breda ist eine schöne Stadt“, sagt Hollaers, „doch das könnte man noch ein bisschen mehr betonen. Der Bredaer ist im Allgemeinen ein bisschen zu bescheiden.“

Der Ginnekenweg endet ganz im Süden von Breda, am Ginnekenmarkt, dem Herzstück des Stadtteils Ginneken, wozu ihn unter anderem das Café Boerke Verschuren macht (seit 1670 „wo Gleiche unter Gleichen sind“), und das Café Moeke (seit 1893, „wir servieren Kaffee, Bier und Hingabe“). Und gleich um die Ecke befindet sich das historische Rathaus von 1792. In Breda sind Gastlichkeit und Historie nie weit voneinander entfernt.

Schloss Bouvigne

Breda verdankt seinen Namen als grüne Stadt nicht nur Parks wie dem Stadtpark Valkenberg, sondern auch der wundervollen Umgebung, mit beispielsweise dem Mastbos (einem der ältesten Nadelwälder der Niederlande). Auch ein Spaziergang entlang des Flusses Mark im nach ihm benannten „Markdal“ lohnt sich immer. Höhepunkt ist das Schloss Bouvigne, ein von Wasser und wundervollen Gärten umgebenes Jagdschloss aus dem 15. Jahrhundert. Mark van Gils ist hier beschäftigt, im Auftrag des Wasserverbandes „Brabantse-Delta“, der seit 1972 Eigentümer des Anwesens ist. Seit mehr als 25 Jahren (!) schneidet er hier nach dem Sommer die vielen Buchsbaumhecken, damit sie noch vor dem Winter neu austreiben können. In den vergangenen Jahren haben die Hecken leider unter dem Buchsbaumzünzler gelitten, teilt van Gils mit. Bis er von einem Besucher den Tipp erhielt, Lavastaub über die Hecken zu sprühen. „Ich freue mich wirklich, dass sie noch in einem so guten Zustand sind.“ sagt Van Gils. Und tatsächlich, der Garten im symmetrischen, französischen Stil, der große englische Garten (beide von 1913) und der kleine „Deutsche Garten“ (entstanden in den 1930-er Jahren) sind eine Augenweide.

Grenzenlos kreativ

Breda ist nicht nur eine grüne Stadt, in der es sich angenehm leben lässt, sondern es ist auch eine Hochburg der Kreativität. Dies kommt am besten auf dem „Haveneiland“ zum Ausdruck. Der Unternehmenspark STEK bietet Unternehmern den Platz und die Freiheit, ohne große Bürokratie zu bauen und zu arbeiten. Alle Bauten hier sind temporär und flexibel und bestehen zumeist aus Restmaterialien. Die Unternehmer hier haben noch eine weitere Gemeinsamkeit: Sie setzen auf Nachhaltigkeit und Innovation. Das Gebäude „Houtje Touwtje Stro“ des „nachhaltigen Tüftlers" Erik Vandenberge hat ein Dach, das vollständig von Strohballen getragen wird. Inzwischen gibt es mehr als 20 „Stekkers“, wie sich die Initiativnehmer hier nennen. Darunter die Unternehmen Weeshout (Möbel aus ausrangiertem Holz), Licht Verknipt (Barbershop und industrielle Wohnartikel) und der Handwerksbetrieb Klus voor Kaatje. Die Brauerei Frontaal, die sich auf STEK befand, der es aber zu eng wurde, ist nun auf die andere Straßenseite umgezogen, in das Gebiet namens „De Faam“.

STEK arbeitet mit anderen Organisationen auf Haveneiland zusammen. Bei Electron leben sich professionelle Kreative in Studios und Workshops aus, Pier15 ist ein Indoor-Skatepark, der sich zu einer kulturellen Einrichtung mit Veranstaltungen entwickelt hat. KOP ist eine Kunststiftung, die Ausstellungen und Projekte mit jungen Künstlern und Designern organisiert. Nimmt man noch Stadtstrand Belcrum Beach hinzu, versteht man warum die Bredaer die Hafeninsel gleich bei ihrer Eröffnung liebgewonnen haben. Es ist ein Ort, der all das Gute von Breda vereint: Geselligkeit und Kreativität unter freiem Himmel. Breda feiert das Leben.

Fakten und Zahlen

  • Einwohnerzahl 2019: 184.000
  • Beinamen: „Haagje van het Zuiden“ (Den Haag des Südens), „Perle des Südens“, Das kleine Brüssel“ Name zur Karnevalszeit: Kielegat
  • Stadtrechte seit: 1252.
  • Stichworte: grün, gastfreundlich und grenzenlos kreativ
  • Bedeutendster Blickfang: Liebfrauenkirche, bzw. „Grote Kerk“
  • Bekannte Bredaer DJ Tiësto, Hans van Mierlo (Politiker), Joep Schreuder (Sportberichterstatter), Corry Konings (Sängerin) und Pierre Kartner (Liedermacher und Sänger).

Für weitere Informationen siehe:

Artikel zuletzt aktualisiert am 20 Februar 2020.

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